GermanyDeutscher Steuerberaterverband e.V.
DStV: Einkommensteuerentwurf 2027 benachteiligt den Mittelstand
Der DStV begrüßt Entlastungen für Familien, hält den Tarifausgleich für zu klein, sieht Personengesellschaften belastet und fordert die §34a-Reform im Herbstpaket.
By Taxxa AI OyPublished 30 October 2026
Industry: Across industries
Der deutsche Regierungsentwurf für ein Einkommensteuerreformgesetz 2027Dstv will Freibeträge anheben
Bundesfinanzministerium und den Tarif abflachen
Dstv, doch der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) sagt, er bringe keine Vereinfachung
Dstv und stelle Personengesellschaften und Mittelständler schlechter
Dstv
Dstv. In seiner Stellungnahme S 09/26
Dstv vom 21. Oktober 2026
Dstv begrüßt er Entlastungen für Familien und mittlere Einkommen, fordert aber strukturelle Nachbesserungen am Kabinettsentwurf
Dstv vom 2. September 2026
Bundesfinanzministerium.
Der Tarif soll in zwei Schritten angepasst werdenDstv: Der Grundfreibetrag steigt für den Veranlagungszeitraum 2027 auf 12.564 Euro zu versteuerndes Einkommen
Dstv und ab 2028 auf 12.900 Euro
Dstv
Dstv. Der DStV hält diese Verschiebung für zu klein, um die kalte Progression auszugleichen
Dstv, sodass Lohnerhöhungen, die nur die Inflation nachvollziehen, die reale Belastung weiter steigen ließen. Er fordert einen vollständigen tariflichen Ausgleich der kalten Progression
Dstv, einen automatischen Inflationsausgleich
Dstv und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags
Dstv.
Am oberen Ende greift der Entwurf härter zu. Die 45-prozentige Reichensteuer griffe bereits ab 250.000 Euro zu versteuerndem EinkommenDstv; ab 280.000 Euro soll ein neuer Spitzensteuersatz von 47 Prozent gelten
Bundesfinanzministerium. Weil viele Mittelständler als Einzelunternehmen oder Personengesellschaften unmittelbar bei den Inhabern besteuert werden
Dstv, trifft die Zusatzbelastung auch Unternehmer
Dstv. Der Abstand zu Kapitalgesellschaften wächst, während der Körperschaftsteuersatz ab 2028 schrittweise von 15 auf 10 Prozent sinkt
Dstv, eingeführt durch das Investitionssofortprogramm. Bei weiterhin voller Erhebung des 5,5-prozentigen Solidaritätszuschlags
Dstv beziffert der DStV die Gesamtbelastung auf bis zu 49,59 Prozent
Dstv.
Die Lohnabrechnung spürt den Entwurf bei Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen. § 3b Einkommensteuergesetz stellt sie bis zu einer einheitlichen Grundlohngrenze von 50 Euro Stundenlohn freiDstv, doch der Entwurf hebt die Grenze nur für Sonn- und Feiertagsarbeit an
Dstv. Der DStV sieht in der Aufspaltung keinen Gewinn, rechnet mit teurerer Lohnabrechnung und drängt auf eine einheitliche Behandlung aller drei Kategorien
Dstv.
Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag soll von 1.230 auf 1.430 Euro steigenDstv. Das hilft nur Beschäftigten, deren tatsächliche Werbungskosten darunter liegen
Dstv, und beseitigt weder Einzelnachweise noch strukturelle Komplexität
Dstv, so der DStV; die Gesetzesbegründung erwartet, dass rund 1,3 Millionen Steuerpflichtige keine Anlage N mehr abgeben
Dstv. Der Verband zieht die Arbeitstagepauschale vor, die die Expertenkommission des Bundesfinanzministeriums für eine bürgernahe Einkommensteuer im Sommer 2024 vorgeschlagen hat
Dstv und die Beschäftigte, Berater und Verwaltung spürbar stärker entlasten würde.
Eine Paralleländerung der Sozialversicherungsentgeltverordnung würde die 25-Euro-Grenze nur für tarifvertraglich geregelte Zuschläge aufhebenDstv. Der DStV hält die Unterscheidung für gleichheitsrechtlich schwer zu rechtfertigen
Dstv und erwartet kostspielige Prüfungen, ob ein Tarifvertrag greift. Die Beitragsfreiheit solle an die tatsächlich geleistete Arbeit anknüpfen, Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht im Gleichklang.
Bei privaten Veräußerungen begrüßt der DStV ZurückhaltungDstv: Der Finanzausschuss des Bundesrats hatte in BR-Drs. 507/1/26 vorgeschlagen, Gewinne aus nicht selbst genutzten Immobilien auch nach der zehnjährigen Haltefrist des § 23 Einkommensteuergesetz zu besteuern, einschließlich vor einer Änderung erworbener Objekte
Dstv. Der Verband warnt vor beeinträchtigtem Vertrauensschutz und verfassungsrechtlichen Risiken
Dstv und begrüßt, dass das Bundesratsplenum die Idee nicht aufgegriffen hat
Dstv.
Für das angekündigte Herbstpaket drängt der DStV auf eine grundlegende Reform der Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EinkommensteuergesetzDstv und des Optionsmodells nach § 1a Körperschaftsteuergesetz
Dstv, im Einklang mit dem Koalitionsversprechen von 2025, beide deutlich zu verbessern
Dstv. Die seit 2008 geformte Entlastung dient nur großen Personengesellschaften
Dstv: Die starre Entnahmefolge drängt Betriebe, Rücklagen vor dem Optieren zu entnehmen, und die Rücklage blockiert Umstrukturierungen. Der DStV begrüßt die Forderung des Bundesrats aus der Debatte zum Jahressteuergesetz 2026, die Rücknahmefrist für den Thesaurierungsantrag zu verlängern
Dstv. Die Körperschaftsteueroption kommt bei kleinen Betrieben kaum an; die Reparaturen des Wachstumschancengesetzes sind erst ein Anfang
Dstv. Rechtsgrundlage: Regierungsentwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 (Kabinettsentwurf vom 2. September 2026) zur Änderung der §§ 3b, 9a und 32a EStG
Dstv; DStV-Stellungnahme S 09/26 mit ihren Positionen zu § 23 EStG und § 34a EStG; BR-Drs. 507/1/26 und 507/26(B).
Modellieren Sie Mandantenfälle 2027 nach dem Entwurfstarif und merken Sie Personenunternehmen und Mittelstandskunden für eine Prüfung nach § 34a EStG und § 1a KStG vor, sobald das Herbstpaket vorliegt.
Sources
- Einkommensteuerreformgesetz 2027: KMU stärker in den Fokus rücken
- DStV-Stellungnahme S 09/26 - Regierungsentwurf Einkommensteuerreformgesetz 2027
- Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027
- Für mehr Fairness: Wie kleine und mittlere Einkommen, insbesondere Familien mit Kindern, entlastet werden
- DStV-Stellungnahme S 08/26 - Regierungsentwurf eines Jahressteuergesetzes 2026