GermanyDeutscher Steuerberaterverband e.V.
DStV lehnt Kernpunkte im Jahressteuergesetz-Entwurf 2026 ab
Der DStV begrüßt Teile des Jahressteuergesetz-Entwurfs 2026, lehnt aber die 24-Monats-Regel zur ersten Tätigkeitsstätte ab, fordert ein Antragsverfahren für die Organschaft und bekämpft die Bekanntgabefiktion.
By Taxxa AI OyPublished 30 October 2026
Industry: Across industries
Der deutsche Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2026Dstv bringt Detailanpassungen, aber keine echte Entlastung
Dstv, sagt der Deutsche Steuerberaterverband (DStV). In seiner Stellungnahme S 08/26
Dstv vom 20. Oktober 2026, vorbereitet für die Anhörung im Finanzausschuss des Bundestags am 2. November 2026, begrüßt der Verband die EU-Umsetzung wie das ViDA-Paket, kodifizierte Rechtsprechung und die Verfahrensmodernisierung, nennt den Rest aber Einzelmaßnahmen, die zumindest rechtssicher und praktikabel sein müssen.
Die neue gesetzliche Aufteilung eines Gesamtkaufpreises für bebaute GrundstückeDstv fällt geteilt aus. Ein geplanter § 6f Einkommensteuergesetz
Dstv soll die Aufteilung auf Grund und Boden sowie Gebäude regeln
Dstv, und der DStV begrüßt den Vorrang für die vertragliche Aufteilung. Doch vage Ausnahmen laden zu neuen Streitigkeiten ein, und die verpflichtende ImmoWertV-Anwendung ohne vertragliche Regelung ist praxisfern und teuer. Der Verband will stattdessen einfachere Nachweise, etwa anerkannte Bankgutachten, begrüßt die Verkehrswertermittlung als Auffanglösung, drängt aber auf eine Gutachterformulierung nach dem BMF-Schreiben vom 22. Februar 2023 und der Norm DIN EN ISO/IEC 17024.
Für die Lohnabrechnung spitzt sich der Streit um die erste Tätigkeitsstätte zu. Der Entwurf würde den Zeitraum für eine dauerhafte Zuordnung von 48 auf 24 Monate verkürzenDstv
Dstv
Dstv, für Inlandsentsendungen nach § 9
Dstv
Dstv, während es im Ausland bei 48 Monaten bliebe
Dstv. Der DStV lehnt die Verkürzung entschieden ab
Dstv und will die bewährte einheitliche 48-Monatsfrist für beide Fälle behalten
Dstv. Beschäftigte auf längerfristigen Inlandsprojekten, Bau- oder Montageeinsätzen wären deutlich schlechtergestellt.
Die Reform der umsatzsteuerlichen Organschaft erhält verhaltene Zustimmung. Ein geplanter § 2c UmsatzsteuergesetzDstv verlangte eine Erklärung des Organträgers
Dstv und bezöge Personengesellschaften ausdrücklich ein
Dstv, eine deutliche Verbesserung, die unerkannte Organschaften vermeiden kann. Doch eine bloße Erklärung lässt Rechtsunsicherheit, daher will der Verband ein Antragsverfahren mit behördlicher Prüfung der Voraussetzungen
Dstv und Feststellung durch Bescheid. Bliebe das Erklärungsmodell, dürfte der Wegfall der Organschaft nur für die Zukunft wirken, gemessen ab Kenntnis des Wegfalls, und der Übergang müsste klar sagen, ob bestehende Organschaften eine Ersterklärung abgeben müssen.
Digitale Bescheide sind der schärfste Konflikt. Ein erweiterter elektronischer Versand ist grundsätzlich willkommen, doch der gewählte Bekanntgabeweg muss gelten, so der DStV. Eine geplante Fiktion in § 124 AbgabenordnungDstv ließe die Bekanntgabe auch auf dem falschen Weg wirksam werden
Dstv, was der Verband als Rosinenpickerei der Finanzverwaltung bezeichnet
Dstv und streichen will
Dstv. Mindestens dürften aus einem ungewollten Weg keine Rechtsbehelfsfrist-Nachteile folgen. Bestehende Anträge auf postalische Bekanntgabe müssen über den 31. Dezember 2026 hinaus gültig bleiben
Dstv, mit Benachrichtigung und angemessenem Übergang.
Zu den Vorschlägen des Bundesrats ist der DStV wählerisch. Den Nachweis einer kürzeren Nutzungsdauer an den Fertigstellungszeitpunkt zu knüpfen, schlösse die Tür für Bestandseigentümer, so der Verband mit verfassungsrechtlichen Bedenken, und verweist auf das BFH-Urteil vom 23. Januar 2024, das die Nachweisanforderungen bereits fasst. Künstliche Intelligenz in der Steuerverwaltung solle auf ein separates Verfahren warten, mit Praktikern und Wissenschaft, bevor personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die Bundesratsforderung nach Anhebung der GWG-SofortabschreibungsgrenzeDstv von 800 auf 1.200 Euro
Dstv ist willkommen, aber zu zaghaft: Der DStV will 2.500 Euro
Dstv plus einen Sammelposten für Wirtschaftsgüter von 2.500 bis 10.000 Euro
Dstv, wie es die unabhängige Expertenkommission für eine bürgernahe Einkommensteuer empfahl, um Bürokratie abzubauen und Investitionen anzureizen. Rechtsgrundlage: Regierungsentwurf eines Jahressteuergesetzes 2026
Dstv mit den Entwurfsvorschriften §§ 6f und 9 EStG-E, § 2c UStG-E und §§ 122a, 124 und 125 AO-E; DStV-Stellungnahme S 08/26; BR-Drs. 447/26(B).
Prüfen Sie Mandanten mit Inlandsentsendungen, Organschaftsstrukturen und postalisch beantragter Bekanntgabe gegen die JStG-Entwurfsregeln und bereiten Sie Stellungnahmen zur ersten Tätigkeitsstätte sowie zur Organschaftserklärung vor.